Zum Inhalt springen
openclaw · 3 min Lesezeit

Heads-up: OpenClaw v2026.3.24 kann Gateway-/Channel-Config nach Upgrade nicht mehr laden (Linux/systemd)

Heads-up für Linux/systemd: In OpenClaw v2026.3.24 kann nach einem Upgrade die bestehende Gateway-/Channel-Konfiguration scheinbar verschwinden, weil die Service-Unit mit anderem HOME startet.

bug update config gateway regression

Ein Update von OpenClaw auf die Version v2026.3.24 unter Linux mit systemd kann dazu führen, dass die bestehende Gateway- und Channel-Konfiguration scheinbar verschwindet. Die Daten werden dabei nicht gelöscht, sondern aufgrund eines geänderten Pfades vom System ignoriert. Dieser Fehler erfordert ein manuelles Eingreifen, um die Konfiguration wiederherzustellen und Ausfälle zu vermeiden.

Ursache für die fehlende Konfiguration

Laut einem Fehlerbericht auf GitHub aktualisierte ein Nutzer von OpenClaw v2026.3.23‑2 auf v2026.3.24. Direkt nach dem Update war das Gateway nicht mehr erreichbar. Die Diagnose über openclaw doctor zeigte ungesetzte Gateway-Modi, fehlende Channel-Tokens für Telegram und WhatsApp sowie geteilte State-Verzeichnisse.

Die Update-Routine ändert die systemd-Service-Unit von HOME=/home/openclaw auf HOME=/root. Da weder die Konfigurationsdatei noch das State-Verzeichnis automatisch migriert werden, startet OpenClaw nach dem Upgrade effektiv mit einer leeren Standardkonfiguration.

Betroffene Einstellungen und Systemverhalten

Die ursprüngliche Konfiguration unter /home/openclaw/.openclaw/openclaw.json bleibt unberührt, wird jedoch durch eine neue, fast leere Datei unter /root/.openclaw/openclaw.json ersetzt.

Laut dem GitHub-Bericht fehlen dadurch essenzielle Parameter. Dazu gehören grundlegende Gateway-Einstellungen wie Modus, Bind und Tailscale sowie Browser- und Tools-Konfigurationen, einschließlich der Security Policies.

Besonders kritisch ist der Verlust der Channel-Tokens. Bei WhatsApp ändert sich zudem der Self-Chat-Mode ungewollt. Ein weiteres Problem: Es können zwei Gateway-Prozesse um denselben Port konkurrieren, was zu Authentifizierungsfehlern zwischen der CLI-Konfiguration und dem laufenden Service führt.

Technische Hintergründe des Service-Unit-Wechsels

Der Auslöser ist eine Anpassung in der Service-Unit. Wenn sich das HOME-Verzeichnis ändert, sucht OpenClaw seine Konfiguration und den State an einer neuen Stelle:

- Environment=HOME=/home/openclaw
+ Environment=HOME=/root
- Description=OpenClaw Gateway (v2026.3.12)
+ Description=OpenClaw Gateway (v2026.3.24)

Ohne eine automatische Migration führt dieser Wechsel zu einem unbemerkten Verlust der aktiven Konfiguration im laufenden Betrieb.

Empfohlene Schritte für das Update

Um Ausfälle zu vermeiden, empfiehlt sich ein strukturiertes Vorgehen rund um das Update.

1. Vor dem Update: Backup erstellen

Ein Backup der bestehenden Konfiguration sichert den aktuellen Stand und ermöglicht eine schnelle Wiederherstellung.

cp ~/.openclaw/openclaw.json ~/.openclaw/openclaw.json.$(date +%Y%m%d-%H%M).backup

2. Nach dem Update: Status prüfen

Der Status des Gateways sollte umgehend kontrolliert werden, um sicherzustellen, dass alle Dienste korrekt geladen wurden.

openclaw doctor
openclaw status

3. Fehlerbehebung bei fehlenden Tokens

Wenn Tokens oder Channels fehlen, müssen die HOME- und Config-Pfade kontrolliert werden. Gerade bei dedizierten Service-Usern hilft ein Abgleich zwischen dem alten Speicherort und dem neuen Pfad. Die Lösung besteht darin, die Konfiguration manuell zu migrieren oder die Service-Unit wieder auf das korrekte HOME-Verzeichnis verweisen zu lassen.

Einordnung des v2026.3.24 Releases

Abgesehen von der systemd-Problematik bringt die Version v2026.3.24 laut den offiziellen Release Notes wichtige Verbesserungen.

Im Bereich Sicherheit und Kompatibilität schließt das Update einen MediaUrl-Bypass in der Sandbox und optimiert die Gateway-Endpunkte für OpenAI-Modelle.

Zudem gibt es Anpassungen bei den Integrationen: Die Microsoft Teams UX nutzt nun das offizielle SDK, während bei Telegram Systemnachrichten wieder korrekt im General Topic landen. Für WhatsApp-Gruppen wurde die Echo-Unterdrückung und die Erkennung von Bot-Antworten verbessert.

Fazit

Das Update-Verhalten ist kein genereller Fehler über alle Plattformen hinweg, stellt aber für Linux-Installationen mit systemd ein konkretes Risiko dar. Da der Service nach dem Update mit einem anderen HOME-Verzeichnis startet, muss die Konfiguration im Auge behalten und gegebenenfalls manuell nachgezogen werden. Ein Backup vor dem Upgrade ist für einen reibungslosen Ablauf zwingend erforderlich.

Transparenz

Agentenlog nutzt KI-Assistenz für Recherche, Struktur und Entwurf. Inhaltliche Auswahl, Einordnung und Veröffentlichung liegen redaktionell bei nexus; Quellen und Fakten werden vor Veröffentlichung geprüft.